Reiseliteratur weltweit

Geschichten rund um den Globus

1804 - Adam Johann Krusenstern
Nuku Hiva, Marquesas

Um elf Uhr sahen wir im Westen ein Kanu auf uns zu rudern. Es hatte einen Balancier [Ausleger] und wurde von acht Insulanern gerudert. Eine weiße Flagge, die es aufgezogen hatte, fiel uns sehr auf. Dies europäische Friedenszeichen ließ uns einen Europäer im Kanu vermuten. Unsere Vermutung bestätigte sich auch. Ein Engländer war darin, den wir dem ersten Anblick nach für einen Eingeborenen der Insel halten mussten, denn sein Anzug war ganz der Landessitte gemäß und bestand in nichts als einem Gürtel, den er um die Hüften trug. Er zeigte mir Attestate von zwei Amerikanern, denen er während ihres hiesigen Aufenthalts besonders bei der Versorgung mit Holz und Wasser behilflich gewesen war; darin wurde ihm bescheinigt, dass sein Verhalten gut sei. Er bot auch uns seine Dienste an. Ich nahm sie gern an, denn es war mir angenehm, einen so guten Dolmetscher zu erhalten, mit dessen Hilfe ich hoffen konnte, mir einige genauere Nachrichten von diesen fast unbekannten Inseln zu verschaffen. Bei dem kurzen Aufenthalt, den ich hier vorhatte, wäre es uns fast unmöglich gewesen, etwas Bestimmtes über die Sitten und Gebräuche der hiesigen Einwohner zu erfahren. Fast alles hätte sich ohne Kenntnis ihrer Sprache auf Mutmaßungen gründen müssen, welche denn doch gewöhnlich leicht in die Irre führen.
    Dieser Engländer, der Roberts hieß, erzählte uns, dass er sich seit sieben Jahren hier aufhalte, nachdem vorher zwei Jahre früher auf der Insel Santa Christina gelebt habe. Auf dieser Insel sei er von den Matrosen eines englischen Kauffahrteischiffes ausgesetzt worden, die gegen ihren Kapitän revoltiert hatten und Roberts nicht bewegen konnten, zu ihrer Partei überzugehen. In Nukahiwa habe er kürzlich eine Verwandte des Königs geheiratet und stünde daher hier in größtem Ansehen. Sehr leicht würde es ihm deshalb sein, uns nützliche Dienste zu erweisen. Zugleich warnte er uns vor einem Franzosen, der von einem englischen Kauffahrteischiff desertiert sei und sich hier gleichfalls vor einigen Jahren niedergelassen habe. Er beschrieb diesen Franzosen als seinen Todfeind, der alles anwendete, um ihn beim König und den Insulanern anzuschwärzen. Schon oft, fügte er hinzu, habe er ihm nach dem Leben getrachtet. Auch hier äußerte sich der angeborene Hass zwischen Engländern und Franzosen. Nicht genug, dass die Ruhe des ganzen gesitteten Teils der Welt durch sie gestört wird, auch die Bewohner der kaum entdeckten Inseln dieses Ozeans müssen den Einfluss der hassenswerten Rivalität dieser beiden Nationen fühlen, ohne ihren Ursprung zu kennen. Wie traurig ist es doch, dass selbst in dieser Entfernung, auf Inseln, deren Einwohner noch rohe Sitten haben, und deren Lebensweise so grausam zerstörend ist, wo allein schon das Bedürfnis nach Selbsterhaltung zwei gesittete Menschen wie Brüder vereinen müsste, selbst wenn die halbe Welt zwischen ihren Geburtsorten läge: dass hier, sage ich, zwei Europäer sich hassen und bis auf den Tod verfolgen können! Ich wandte während meines Aufenthalts in Nukahiva alle Mittel an, sie zu versöhnen, und stellt ihnen die Beweggründe vor, die sie gegenseitig haben müssten, um in vollkommener Einigkeit und Freundschaft zu leben, das sie vom Schicksal unter ein Volk versetzt wären, das sie selbst als falsch, treulos und grausam schilderten: Nur durch Eintracht und Freundschaft könnten sie ihre Überlegenheit an Kenntnissen mit Klugheit dazu verwenden, den Einwohnern der ganzen Insel Trotz zu bieten. Im Gegenteil müsse jeder von ihnen, so wie sie jetzt lebten, täglich erwarten, das Opfer des gegenseitigen Hasses zu werden. Sie versprachen mir zwar, sich zu versöhnen, und gaben sich sogar in meiner Gegenwart zum Zeichen der Versöhnung die Hände. Der Engländer sagte mir aber zugleich im Beisein des Franzosen, dass er nicht auf eine aufrichtige Versöhnung rechnen dürfe, denn schon oft habe er seinen Gegner gebeten, in Freundschaft und Einigkeit mit ihm zu leben, er habe sich aber nie dazu verstehen wollen. Auch fügte er sehr emphatisch hinzu, dass es leichter wäre, die Felseninsel, auf die er zeigte, flott zu machen, als diesem Franzosen freundschaftliche Gesinnung gegen ihn einzuflößen.
    Ich erhielt [an Bord des anderen Schiffes, nicht der Newa] die unangenehme Nachricht, dass die Einwohner von Nukahiva in Aufruhr wären und zu den Waffen gegriffen hätten, weil man unter ihnen verbreitet hatte, der König wäre auf meinem Schiff arretiert. Die Barkasse der Newa kam in diesem Augenblick; der Offizier bestätigte die Nachricht und erzählte, dass es ihm nur mit Mühe gelungen sei, sich einzuschiffen und die Überredung des Engländers Roberts allein die Insulaner davon abgehalten hätte, ihn anzugreifen. Roberts wäre selbst in der größten Gefahr gewesen, ein Opfer ihrer Wut zu werden. Diese Nachricht war mir umso unbegreiflicher, als der König nur eine halbe Stunde früher in einem von den Schiffsbooten an Land gefahren war. Er hatte den ganzen Morgen bei uns zugebracht, und nie war es mir gelungen, ihn bei besserer Laune zu halten; denn außer einigen Geschenken, die er bei jedem Besuch von mir erhielt, hatte ich ihn rasieren und mit wohlriechendem Wasser waschen lassen, was ihn unendlich glücklich machte. Ich fuhr sogleich an Bord, um mich zu erkundigen, ob er von jemandem beleidigt worden wäre. Aber das war nicht der Fall, und ich blieb in Ungewissheit, ob nicht der König selbst Veranlassung zu diesem falschen Gerücht gegen habe. Doch schien mir das fast unmöglich zu sein, da er sich über nichts beschweren konnte. Ich schöpfte also Argwohn, ob nicht der Franzose aus irgendeiner Boshaftigkeit, vielleicht aus Neid, weil der Engländer ihm vorgezogen wurde, Uneinigkeit zwischen uns habe hervorbringen wollen, woraus er einigen Vorteil zu ziehen hoffen konnte. Mein Argwohn schien nach den Erkundigungen, die ich darüber einzog, an Wahrscheinlichkeit zu gewinnen. Die Sache verhielt sich so: Während ich zu Mittag bei Tisch saß, ließ mit der Offizier der Wache sagen, dass der König, der vor kaum einer Stunde an Land gegangen war, und mit ihm noch jemand mit einem Schwein an Bord gekommen war, für das er einen kleinen Papagei forderte. Nach zehn Minuten kam ich an Deck und sah, dass der Eigentümer des Schweins schon abgefahren war, weil man ihm den Papagei nicht sofort gegeben hatte. Das wunderte mich, und da mir sehr um das Schwein zu tun war, bat ich den König, den ungeduldigen Verkäufer zurückzurufen. Der aber schien auf den Befehl des Königs nicht zu achten, sondern fuhr mit noch größerer Eile an Land. Gleich darauf sprang einer von den Begleitern des Königs über Bord und schwamm gleichfalls dem Kanu nach, um, wie mir der Franzose versicherte, den Mann zu überreden, das Schwein an Bord zu bringen. Dies verhielt sich aber nicht so, sondern er war, wie ich nachher erfuhr, mit der Nachricht an Land geschickt worden, dass ich den König in Fesseln legen wolle. Auch wenn das nicht, wie ich glaube, eine Erfindung des Franzosen gewesen wäre, so hätte er es doch für seine Pflicht halten müssen, mich von dem Befehl des Königs zu unterrichten, von dem leicht vorherzusehen war, dass er ernsthafte Folgen haben musste. Ich hatte die die ganze Sache für eine Kleinigkeit angesehen, wie sie auch wirklich war, und keine ernsthafte Miene dazu gemacht, noch weniger schien ich in Zorn zu geraten, aus dem er gewalttätige Maßnahmen von meiner Seite hätte befürchten können.
    Der König blieb noch eine Stunde nach diesem Vorfall an Bord und fuhr dann ganz ruhig scheinend in einem Schiffsboot an Land. Kaum hatte sich indes die Nachricht an Land verbreitet, dass der König in Fesseln sei, so griff alles zu den Waffen, und nur mit Mühe gelang des der Barkasse von der Newa, sich zurück zu begeben. Nur die Ankunft des Königs, der seinen Untertanen versicherte, dass ihm nichts zu Leide geschehen wäre, beruhigte sie ein wenig. Da indes der König selbst ein gewalttätiges Verfahren von meiner Seite befürchtete oder der Franzose ihm diese Furcht eingeflößt hatte, so entschloß ich mich, den folgenden Tag zu ihm zu fahren, um ihn zu überzeugen, dass wir keine feindseligen Absichten gegen ihn gehabt hätten. Schon vor einigen Tagen hatte mich der Bruder des Königs gefragt, warum ich noch keinen in Fesseln habe schlagen lassen, wie ein Amerikaner mit einem Verwandten des Königs (vor acht Monaten) getan habe? Ich antwortete ihm, dass, solange sie sich freundschaftlich gegen uns benähmen, ich gewiss keinem etwas zu Leide tun würde, und ich hoffte, wir würden uns als gute Freunde trennen.
    Kapitän Lisianskoy begeleitete mich. Um acht Uhr morgens fuhren wir ab. Unsere Barkassen hatten wir schon um sieben Uhr zum Wasserfüllen abgeschickt. Wir landeten mit einer Begleitung von 20 Mann unter Gewehr. Unsre Gesellschaft selbst war über 20 Personen stark, und jeder bewaffnet. Überdies betrug die Mannschaft der beiden Barkassen, deren jede mit zwei einpfündigen Drehbassen armiert war, auch 18 Mann, unter Kommando zweier Leutnante von beiden Schiffen. Wir konnten also der ganzen Insel Trotz bieten im Fall, dass man etwas Feindseliges gegen uns im Sinn haben sollte.
    Bei unserer Landung zeigte sich niemand am Ufer. Die ganze Nacht hindurch hatten wir an mehreren Orten Feuer gesehen, und am Morgen war niemand wie sonst mit Kokosnüssen an Bord gekommen. Aus allem diesem schlossen wir, dass die Gemüter nicht ganz ruhig wären. Wir nahmen unseren Weg gerade zum Haus des Königs, das ungefähr eine Meile tief im Tal lag. Der Weg führte durch ein Gebüsch von Kokos-, Brotfrucht- und Mayobäumen. Das Gras hatte hier so einen üppigen Wuchs, dass es uns bis an die Knie reichte und das Gehen sehr hinderte. Endlich kamen wir an einen Fußsteg, auf welchem Merkmale eines otahietischen Gebrauchs waren, welcher nicht für die Reinlichkeit der Nukahiwer sprach. Ein Hohlweg, durch Regengüsse mit fußtiefem Wasser angefüllt, führte uns auf einen mit größter Reinlichkeit unterhaltenen Weg. Hier kamen wir in eine romantisch schöne Gegend und befanden uns in einem großen Walde, der nur durch die im Hintergrund liegende Gebirgskette begrenzt zu sein schien. Die meisten Bäume diese Waldes waren bis 70 oder 80 Fuß hoch und bestanden größtenteils aus Kokos- und Brotfruchtbäumen, die leicht durch die Früchte, mit denen alle beladen waren, kenntlich waren. Im Bett mehrerer sich schlängelnder und einander durchkreuzender Bäche, die mit starker Neigung von den Bergen herunter flossen und die Wohnungen im Tal bewässerten, sah man eine Menge großer abgebrochener Felsen, über die sich das Wasser mit starkem Geräusch stürzte und so die schönsten Kaskaden bildete. In der Nähe der Wohngebäude gaben große Anpflanzungen von Tarowurzel und Maulbeerstaude, die in schönster Ordnung mit zierlichen Umzäunungen aus weißen Stäben angelegt waren, dem Ganzen das ansehen, als ob sie einem Volk gehörten, bei dem die Kultur schon ansehnliche Fortschritte gemacht habe. Diese reizenden Anlagen trugen viel dazu bei, die unangenehmen Gedanken auf einige Augenblicke zu verscheuchen, die der Gedanke bei uns erregen musste, dass wir uns bei den Wohnungen von Kannibalen befanden, die an den größten Lastern kleben und die unnatürlichsten Verbrechen begehen, ohne dass ihr Gefühl dadurch beleidigt würde oder die Stimme der Natur, die selbst wilden Tieren verständlich ist, bei ihnen darüber erwachte.
    Der König begegnete uns einige hundert Schritt vor seiner Wohnung, wohin er uns nach einem herzlichen Willkommen führte. Hier war die ganze Familie versammelt und über unseren Besuch sehr erfreut. Sie hatte auch Ursache dazu; denn von einem jeden aus unserer Gesellschaft erheilt sie Geschenke. Über einen kleinen Spiegel, den man der Königin geschenkt hatte, zeigte sie besonders eine unmäßige Freude. Ich fragte den König, was ihn bewogen hätte, eine falsche Nachricht zu verbreiten, wodurch beinahe die Harmonie, die bis jetzt so glücklich zwischen uns geherrscht hätte, gestört worden sei und zu sehr blutigen Auftritten, die gewiss nicht zu seinem Vorteil ausgegangen wären, Anlass gegeben hätten. Er versicherte mir, dass er nie befürchtet habe, ich würde ihm schlecht begegnen; der Franzose aber habe ihm gesagt, ich würde ihm unfehlbar Eisen anlegen lassen, wenn das Schwein nicht an Bord gebracht würde, und das habe er glauben müssen. Mein Verdacht gegen den Franzosen war also begründet. Ich beschenkte den König und seine ganze Familie reichlich, und bat ihn, überzeugt zu sein, dass ich, ohne sehr gereizt zu werden, gewiss keine Gewalttätigkeiten, am wenigsten gegen ihn, der mein Freund wäre, begehen würde.
    Nachdem wir ausgeruht und uns mit Kokosmilch erfrischt hatten, gingen wir unter Leitung von Roberts zu dem Moray oder Begräbnisplatz. Ehe wir aber die Wohnung des Königs verließen, zeigte man uns seine Enkelin, die wie alle Kinder und Großkinder aus der Familie des Königs für Etua oder ein göttliches Wesen angesehen wird. Sie hatte ihr eigenes Haus und nur die Mutter, Großmutter und die nächsten Verwandten haben freien Zutritt; für alle übrigen ist das Haus tabu. Der jüngste Bruder des Königs hatte diese kleine Göttin, ein Kind von acht bis zehn Monaten, auf seinen Armen. Ich erkundigte mich, wie lange hier die Mütter ihre Kinder zu stillen pflegten. Man sagte mir, das mit sehr wenigen Ausnahmen  die Mütter ihre Kinder nicht selbst säugten, sondern, sobald ein Kind geboren wird, die nächsten Verwandten, unter denen gewöhnlich ein Wettstreit entsteht, wer die Pflegemutter des Kindes werden soll, es sogleich von der Mutter mit nach Hause nähmen. Also wird das Kind nicht durch Muttermilch ernährt, sondern man erhält es mit Früchten und rohem Fisch – und doch sind die Nukahiwer Menschen von kolossaler Statur.
    Jetzt traten wir unseren Weg zum Moray an. Er führte uns an mineralischen Quellen vorbei, von denen es hier mehrere geben soll. Der Moray liegt auf einem ziemlich hohen Berg, den zu ersteigen uns Mühe kostete, da die Sonne ihrer größten Höhe nahe war. Er besteht aus dickem Gebüsch, das mit Lianen durchwebt und undurchdringlich zu sein scheint. Wir sahen hier auf einem Gerüst einen Sarg. Von der Leiche, die in dem Sarg lag, war nur der Schädel sichtbar. Im äußeren Bezirk standen einige aus Holz geschnitzte Bildsäulen, die menschliche Figuren vorstellen sollten und die grobe Arbeit eines ungeschickten Künstlers waren. Neben dieser Statue waren Säulen aufgerichtet und mit Kokosblättern und weißem baumwollenen Zeug umwickelt. Wir waren neugierig, die Bedeutung dieser umwickelten Säulen zu erfahren; unsere Neugierde wurde aber nicht befriedigt, und wir erfuhren nur, dass diese Säulen tabu sind. Neben dem Moray steht das Haus des Priesters, den wir jedoch nicht darin fanden. Jede Familie hat hier ihren eigenen Moray. Der den wir sahen, gehört der Familie der Priester, und ohne Roberts, der sich zu dieser Familie zählt, wie er auch ein Mitglied der königlichen Familie ist, hätten wir vielleicht keinen zu sehen bekommen; denn sie erlauben ungern jemandem, sie zu besehen. Die Morays liegen gewöhnlich tief im Inland auf Bergen. Der, von dem wir reden, bildete eine Ausnahme, da er in keiner großen Entfernung vom Ufer lag.
    Nachdem Dr. Tilesius eine Ansicht des Morays gezeichnet hatte, traten wir den Rückweg zu unseren Booten an. Wir konnten indes der Bitte unseres dienstfertigen Roberts nicht widerstehen, auch ihn in seinem Haus zu besuchen, und bereuten den kleinen Umweg nicht. Sein Haus, das nach der hiesigen Art gebaut und noch ganz neu war, lag in der Mitte eines Kokoswaldes. Auf der einen Seite floss ein kleiner Bach, und auf der anderen befand sich inmitten von Felsen eine Quelle mineralischen Wassers. Wir hatten uns alle um sein Haus auf die Felsen, die die Ufer des Baches begrenzten, niedergesetzt und erholten uns im Schatten der hohen Kokosbäume von unserer Promenade, von der wir der großen Hitze wegen sehr ermüdet waren. Über 20 Insulaner waren damit beschäftigt, Kokosnüsse von den Bäumen zu werfen, während andere sie reinigten und zerschlugen und sich dabei sehr geschickt benahmen. Der Kern stillte den Hunger, der sich bei uns einzustellen anfing, während die schöne kalte Milch des Kernes unseren Durst löschte und uns außerordentlich erquickte. Roberts' Frau, ein junges hübsches Weib von 18 Jahren, schien einigermaßen von den Gebräuchen ihres Landes abzugehen und unserem Geschmack gereichte das sehr ui ihrem Vorteil. Sie hatte nämlich ihren Körper nicht mit Kokosöl eingerieben; dies Öl gibt zwar einen starken Glanz, aber zugleich auch einen strengen Geruch.
    Um ein Uhr kamen wir von unserer Exkursion sehr zufrieden zurück.

Adam J. Krusenstern, Adam J.
Reise um die Welt 1803-06
1. Band, St. Petersburg 1810

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